“einfacher kreatürliche Rachegelüste”

Wenn es menschelt, ist man mit Schriftsätzen an die Gerichte meistens schlecht beraten. So auch hier: Ein Schuldner wehrt sich gegen den Insolvenzantrag eines Gläubigers:

Der Schuldner hat im Eröffnungsverfahren lediglich geltend gemacht, Ziel des Insolvenzantrags sei nicht die Befriedigung eines Anspruchs, sondern die Befriedigung “einfacher kreatürlicher Rachegelüste”. Der Ehemann der als Strohfrau vorgeschobenen Gläubigerin wisse genau, dass er mit dem Insolvenzantrag nichts erreichen könne, weil kein verwertbares Vermögen vorhanden sei…

Solche Sachen bügelt das Gericht formal weg: Unzulässig.

Auch klar, solche Sachen bringen nichts als Schreibarbeit.

BGH, Beschluss vom 29. Mai 2008, Az IX ZB 146/07

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