Menschenschach
Wenn ich auf etwas allergisch reagiere, dann auf Leute, die andere Menschen in Abhängigkeiten bringen um ihnen dann den eigenen Willen aufzudrängen. Es werden Individuen wie Figuren auf das Schachbrett des Lebens gestellt um dann die ihnen zugewiesene Rolle zu spielen. Und sei es als sprichwörtliches “Bauernopfer”.
Als Beispiel der Familienpatriarch, der mir erklärt, wie er seine Kinder gefügig hält: Er schafft finanzielle Abhängigkeiten und sorgt dafür, dass frühzeitig die noch recht jungen Kinder auch gegenüber Banken langfristige finanzielle Verbindlichkeiten eingehen. Damit kann für den Nachwuchs in einer auf Pflichterfüllung und Regeln getrimmten Umwelt der Verkauf des zukünftigen Lebens stehen. Und niemand im Dunstkreis traut sich, sich aus der Anziehungskraft des Patriachren zu lösen.
Oder ich beobachte, wie ein erwachsenes Kind vom Patriarchen für eine Funktion eingeplant wird, ohne informiert oder gar gefragt zu werden. Aus der Gesamtschau der Dinge ist mir klar, dass das “Kind” einen Freund in einigen Jahren ans Messer liefern muss.
In einer anderen Kanzkei sehe ich, wie Chef und Sekretärin eine so verworrene Interessenslage geschaffen haben, dass sich die Sekretärin für den Chef aufopfert. Dankbarkeit kann Sie dafür allerdings zuletzt erwarten. Der Chef hat aber bearbeitete Akten.
Menschen sind komisch. Und es ist absolut wichtig, dass man selbst die Weichen für sein Leben stellt. Denn der bequeme Weg entpuppt sich regelmäßig als Sackgasse. Denn der Preis, das Leben der anderen zu leben, ist unbezahlbar. Da hilft dann auch keine fette Kreditkarte mehr.