Tschechien und Polen in Stuttgart-Stammheim

War mit den Wirtschaftsjunioren Ludwigsburg heute im Gefängnis, Stuttgart-Stammheim. Einerseits mal schauen, wie es da aussieht und wo die RAF-Leute zuletzt untergebracht waren.

Besonders interessant die Arbeitsstätten der Gefangenen. Einige Firmen haben dort richtig Abteilungen, bei denen Gefangene als Arbeiter eingesetzt werden. Bei der verlängerten Werkbank um Justizvollzug fallen keine Kosten zur Kranken- und Rentenversicherung an und die Löhne sind mit der Welt da draussen nicht vergleichbar.

Habe gesehen, wie Falk-Stadtpläne bearbeitet wurden oder von der Firma Benzing Federn zu handlichen Packungen zusammengestellt werden. Die Unternehmerbetriebe im Gefängnis sind für die Kunden eine Alternative zur Auslagerung einfacher Arbeiten nach Osteuropa.

Als “Eigenbetrieb” ist eine Schreinerei untergebracht, die sich auf Büroeinrichtung von Landesbehörden spezialisiert hat. Immer im Herbst geht das November und Dezemberfieber los, offene Etats der Behörden werden geplündert und die Schreinerei hat dann bis ins Frühjahr zu tun um die ganzen grauen Schränke zu fertigen und auszuliefern.

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